PRESSE

 


Berichte, die nicht online geschaltet sind, werden in Kopie gern zugesandt.

FERNSEHEN

tv.berlin, 15. Januar 2015 – Interview von Agnes Fischer mit Hans Obermeier, Pressesprecher von Ralf Schmitz Immobilien GmbH und Co. KGaA, Kurfürstendamm 58, 10707 Berlin und Geschäftsführer von LessingvonKlenze Kommunikationsberatung GmbH München (und früher u.a. Sprecher der Westdeutschen Landesbank WestLB) sowie mit Barbara Gstaltmayr

Am 6. Januar 2015 begann die Zerstörung des Gartens. Fotos der Baumfällung sind unter „Aktionen“ zu sehen.

Dazu berichtet die Berliner Woche am 9. Januar 2015:
„Mehrfach hatte Ralf Schmitz betont, dass er der Gedenkkultur auf seinem Grundstück durchaus Raum geben will – etwa mit dem Aufstellen einer Gedenktafel. Doch nachdem die Grundlage für einen Erinnerungsgarten nun zerstört ist, wollen sich die in Amerika lebenden Ahnen Baraschs diesbezüglich querstellen. „Unter solchen Umständen“, sagt Gstaltmayr nach ihrem Besuch in Kalifornien, „lehnen die Nachkommen jede Form von Gedenken an ihre Familie in diesem Garten ab.“

Im Interview mit Agnes Fischer sagt Barbara Gstaltmayr:
„Der große Verlierer bei diesem ganzen Unternehmen ist jetzt Ralf Schmitz. In den letzten Tagen hat mich eine Flut von Briefen erreicht, von Menschen, von Bürgern der Stadt Berlin, die sich auch betrogen fühlen. Ihnen wurde etwas weggenommen, ihnen wurde auch eine Vision weggenommen, hier einen gemeinsamen Garten zu leben und zu pflegen und zu hegen, ihn soweit zu bearbeiten, dass er ein Denkmal werden kann …. Und es gibt einen älteren Herren, der, ich glaube, das Stärkste hinterlassen hat: man möchte Ralf Schmitz nur Pfui zurufen.“

tv.berlin, Juli 2014 – Interview von Agnes Fischer mit Barbara Gstaltmayr

 

Barbara Gstaltmayr erklärt zur Idee:
… „Das Wichtigste ist eigentlich die Idee des Friedens hier. Eigentlich soll es ein Friedensgarten sein, einer, der es uns weist, wie können wir als Menschen religionsstiftend, religionsübergreifend miteinander in Frieden leben. … Wir versuchen über die Politik, über Politiker, hauptsächlich der SPD, mit dem Investor ins Gespräch zu kommen und ihn zu bitten über ein Moratorium uns Zeit zu geben, öffentliche Gelder zu finden. Es gibt öffentliche Gelder, es gibt Möglichkeiten, und wenn er uns diese Zeit gibt, dann könnten wir den Garten wirklich retten und umwandeln in einen Bürgergarten. Und natürlich soll es nicht sein Schaden sein. Natürlich, ein Geschäftsmann, und das verstehe ich auch, hat einen Gewinn eingeplant, hat Arbeit eingeplant, darüber sei dann zu reden. Aber das ist jetzt völlig spekulativ, das müsste man dann tun, wenn er bereit wäre, mit uns, der Initiative oder den Politikern zu sprechen. Darauf hoffen wir sehr. … Der Garten wurde verkauft für 1,55 Mill. €. Alles andere, was an Unterhaltskosten entstanden ist, an Grundgebühren, das weiß ich nicht. Das entzieht sich völlig meiner Kenntnis. Das wäre dann zu eruieren in einem gemeinsamen Gespräch, um welche Summe müssten wir kämpfen, welche müssten wir finden, damit wir den Garten auslösen können.“ …

 

tv.berlin, Juli 2014 – Interview von Agnes Fischer mit Hans Obermeier, Pressesprecher von Ralf Schmitz Immobilien Immobilien GmbH und Co. KGaA, Kurfürstendamm 58, 10707 Berlin und Geschäftsführer von LessingvonKlenze Kommunikationsberatung GmbH München (und früher u.a. Sprecher der Westdeutschen Landesbank WestLB)  sowie mit Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

 

Hans Obermeier erklärt für Ralf Schmitz Immobilien u.a.:

„wir haben dieses Grundstück erworben, um Wohnungen zu schaffen, Wohnraum zu schaffen, sehr hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Die Idee eines Bürgergartens stimmt mit dem natürlich nicht überein. … Ob das ein Bürgergarten werden soll und muss, da bin ich sehr skeptisch.“ 

 

Herr Prof. Dr. Andreas Nachama (Direktor der Stiftung Topographie des Terrors) betont in diesem Interview:

… „Die Idee der Einrichtung eines Bürgergartens ist ja klasse, weil es auf einen Garten zurückgeht, der im 19. oder 20. Jahrhundert geschaffen wurde und der, wenn man so will, durch Arisierung in andere Hände geraten ist. Und das ist ja immer so eine Geschichte wo man sagt, es wäre am Allerbesten, wenn schon die ursprünglichen Besitzer nicht mehr da sind, und das für sie unerreichbar ist, dass dann der Garten für die Allgemeinheit da ist.“ 

 

RUNDFUNK

RBB-Inforadio und 22. März 2014 DeutschlandFunk, 20. März 2014

https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2014/03/ein-garten-der-erinnerung-wissmannstrasse-11.html

In diesem Interview führten der Historiker und Politikwissenschaftler Herr Prof. Dr. Julius Schoeps (Leiter des Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam) und die Journalistin Maria Ossowski vom RBB-Inforadio zu der Enteignung und Wiedergutmachung der Familie Barasch aus:
… „Doch nach dem damaligen Rechtsverständnis sei Wiedergutmachung geleistet worden, erklärt der Historiker Julius Schoeps, Nachfahre der Familie Mendelssohn und ein Experte in Restitutionsfragen: „Fünftausend Mark in die Hand zu bekommen war für Überlebende immerhin eine Summe, die man lieber nahm als sie abzulehnen. Grundsätzlich ist hier aber etwas völlig falsch gelaufen: Es gibt vergleichbare Fälle und man hätte sagen müssen, dieses Gelände muss an den ehemaligen Besitzer rückerstattet werden.“ Eine Villa mit über 24 Zimmern und etlichen großen Kunstwerken, ein Gartenhaus für die Bediensteten und ein Zier- und Wandelgarten – unter Zwang verkauft und mit lächerlich wenig Geld erstattet. Auch heute, 70 Jahre später, ist das noch empörend. Das findet auch Julius Schoeps: „Wir sehen darin, dass die  Enteignung in der NS-Zeit, die Arisierung, heute noch nachwirkt. Wenn man so will, ist dies die letzte Phase der Arisierung, die jetzt stattfindet. Man muss hier unterscheiden zwischen Recht und Moral. Und häufig gehen – wie dieser Fall zeigt – Recht und Moral nicht zusammen.“

 

PRESSE UND SOZIALE NETZWERKE
Quiez.de und Ku’Damm Blog, dem Online-Magazin für die westliche Innenstadt, 9. Januar 2015

http://www.qiez.de/wilmersdorf/wohnen-und-leben/bauprojekt-verhindert-buergergarten-der-erinnerung/169322555

Der Tagesspiegel, 8. Januar 2015

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm-blog/holocaust-gedenken-in-berlin-grunewald-bauprojekt-verhindert-buergergarten-der-erinnerung/11193416.html
„… Die Immobilienfirma bietet nach eigenen Angaben ein „würdiges Gedenken“ an Familie Barasch an, denkbar sei eine Tafel in einer Ecke des Gartens. Laut Barbara Gstaltmayr halten Barasch‘ Nachfahren in den USA davon nichts.“

Neues Deutschland, 7. Januar 2015, Erinnerung ade
… „Nun hat der Investor Ralf Schmitz, dem das Grundstück in Grundewald gehört, Tatsachen geschaffen und seiner geplanten Stadtvilla den Boden bereitet. 30 Bäume waren am frühen Dienstagmorgen bereits gefällt.“ Damit ist der Garten endgültig vernichtet und das für einen Gewinn von etwa 2 Millionen Euro“, sagt Barbara Gstaltmayr von der Bürgerinitiative… “

Wie dem Pressesprecher Herrn Obermeier im persönlichen Gespräch mit Barbara Gstaltmayr und Tom Mustroph am 19. November 2014 im Namen von Toni Ross-Barasch mitgeteilt wurde, lehnt diese jede Form des Gedenkens (z.B. durch eine Gedenktafel) an ihre Familie durch Ralf Schmitz Immobilien ab, wenn dieser den Garten in der Wissmannstraße 11 zerstört und dadurch den „Öffentlichen Bürgergarten der Erinnerung“ verhindert. (Siehe dazu auch unter „Aktionen“ den 5. Brief des Vereins vom 30.12.2014 an Ralf Schmitz Immobilien GmbH & Co. KGaA)

taz, 23. Dezember 2014

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba&dig=2014%2F12%2F23%2Fa0127&cHash=4ca5c0f9fa2d483f29329ff7915b491

Berliner Woche, 8. Dezember 2014
www.berliner-woche.de/nachrichten/bezirk-charlottenburg-wilmersdorf/grunewald/artikel/56656-weiter-kampf-um-buergergarten-der-erinnerung/

BILD, 24. November 2014
„Gedenk-Ort statt Villa im Grunewald?
Grunewald – Die Stolpersteine der deutschen Geschichte finden sich überall: Aktueller Fall: die Wissmannstraße 11. Um 1900 kauft Artur Barasch (1872-1942) die Villa mit Garten. Die Nazis kommen an die Macht, Kinder und Frau fliehen, Barasch bleibt, obwohl der Jude ist. 1938 verkauft er die Villa auf Druck der Nazis für 70.000 RM. Barasch wird 1942 von den Nazis ermordet. Nach dem Krieg will seine Familie das Haus zurück. Ein Alliiertengericht bestätigt, es wurde enteignet. Doch 1951 gibt ein deutsches Gesetz dem neuen Besitzer recht. Heute soll aus dem Garten ein Gedenkort werden, wünscht sich Barbara Gstaltmayr (58) vom Verein „Bürgergarten der Erinnerung“: Schüler könnten etwas über die Nazizeit lernen. … Der Haken: Das Amtsgericht hat den Garten für 1,55 Millionen Euro an den Bauunternehmer Ralf Schmitz verkauft, der dort eine Villa bauen will. Nun setzt er der Initiative eine Frist: bis 24.12. soll sie ein Finanzierungskonzept vorlegen. Es geht um Millionen.“

BZ 24. November 2014
„Ein Berliner Park und die Frage: Müssen Investoren Rücksicht auf Holocaust-Gedenken nehmen? …
Bei dieser Geschichte geht es um altes Unrecht – und die aktuelle Frage: eine neue Villa im Grunewald oder Erinnerung an den Holocaust? … Im Grunewald kauft Artur Barasch um 1900 eine Villa und Garten in der Wissmannstraße 11 …. 1938 verkauft er die Villa unter Druck für 70.000 Reichsmark an einen Bauunternehmer. Nach dem Abzug der „Reichsfluchtsteuer“ und der „Judenvermögensabgabe“ bleiben ihm gerade mal 5.000. Barasch wird 1942 von den Nazis ermordet. Ein Alliiertengericht bestätigt der Familie: es wurde auf Druck der Nazis verkauft. … Das Amtsgericht hat den Garten 2014 rechtmäßig für 1,55 Millionen Euro an den Bauunternehmer Ralf Schmitz verkauft, der dort eine dreistöckige Villa bauen will. … Der Garten soll als Gedenkort erhalten bleiben, wünscht sich Barbara Gstaltmayr vom Verein „Bürgergarten der Erinnerung“. Nun setzt er (Ralf Schmitz Immobilien) der Gedenkort-Initiative eine Frist: Bis Weihnachten soll sie ein Finanzierungskonzept für den Kauf des Gartens vorlegen. Es geht um mehrere Millionen Euro.“

BZ-Berlin

http://www.bz-berlin.de/berlin/charlottenburg-wilmersdorf/wohnungsbau-oder-holocaust-mahnmal

Berlin.de
https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/wissmann11.html

Himmel & Erde, Gemeindezeitung für den Wilmersdorfer Süden, September 2014
http://www.grunewaldgemeinde.de/grunewaldgemeinde-de/wp-content/uploads/HE-September2014.pdf

1. September 2014, Berliner Woche
https://www.berliner-woche.de/nachrichten/bezirk-charlottenburg-wilmersdorf/grunewald/artikel/49552-ein-verein-ringt-um-den-buergergarten-der-erinnerung/

August + September 2014, Theater unterm Dach

http://www.theateruntermdach-berlin.de/spielplan.html

August 2014, Kiez Wilmersdorf

Juli 2014, Monatsmagazin „Roseneck exclusiv“ (Erscheinung in Roseneck, Grunewald, Schmargendorf, Dahlem, Zehlendorf, Halensee, Kurfürstendamm und CITY WEST)

Juli 2014, Radialsystem V auf Facebook

Juni 2014, TV Berlin

Juni 2014, 100 % Tempelhofer Feld auf facebook

Juni 2014 Theater unterm Dach Berlin (Newsletter)

Juni 2014, Freie Volksbühne Berlin, Monatszeitschrift „Kulturfoyer“

Juni 2014, Monatsmagazin „Roseneck exclusiv“ (Erscheinung in Roseneck, Grunewald, Schmargendorf, Dahlem, Zehlendorf, Halensee, Kurfürstendamm und CITY WEST)

Mai 2014, Radialsystem V auf facebook

Mai 2014, Stiftung ZURÜCKGEBEN – aviva – Der Artikel findet sich über die Eingabe „Öffentlicher Bürgergarten“ in der Suchmaske
http://www.aviva-berlin.de/aviva/index.php?SID 

18. März 2014, Berliner Zeitung
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/gruenanlage-in-grunewald-ort-des-gedenkens-statt-luxusbebauung,10809148,26584336.html

8. April 2014, taz
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=bl&dig=2014%2F04%2F08%2Fa0115&cHash=775d5bd0634627ec683ec37491c14ea5

15. April 214, Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/berlin/gedenkinitiative-in-berlin-grunewald-ein-geschichtstraechtiger-garten/9774386.html

14. April 2 014, Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article126997904/Ein-Garten-der-Erinnerung.html

8. März 2014, Neues Deutschland
http://www.neues-deutschland.de/artikel/926239.maezen-gesucht.html